29.04.2006  
   

Rundstrecken Challenge „Preis der Schloßstadt Brühl“
 




 

Jöwe Motorsport: 20833 Meter + X oder wie breit ist die "Grüne Hölle"....

Diese und andere Fragen stellten sich beim zweiten Lauf zum Castrol-Haugg-Cup, die aber im Laufe des Rennverlaufes durch Fahrer, Technik und Wettergott beantwortet wurden. Als erstes stellten wir uns bei der Anreise die Frage: Wie wird das Wetter und die Antwort darauf blieb bis zum Rennbeginn spannend. Slicks ? Regenreifen ? Schneeketten? …Nachdem alle Vorbereitungen getroffen war, das Team an der Box bereit stand und ein Großteil der Rennwagen mit Slicks im Vorstart standen, zog sich der Himmel noch einmal zu und eine Mischung aus Regen und Schnee viel auf die Grüne Hölle herab. So das alle Planungen mit Slicks, von den Teams über den Haufen geschmissen wurden. Also wurden die Regenreifen zur Startaufstellung gebracht, um einen schnellen und reibungslosen Wechsel der Reifen zu ermöglichen. Mittlerweile standen die Autos in der Startaufstellung und M. Schumacher / Egert (Start-Nr. 174), H-J Hölzer/ P. Heckmann (Start-Nr. 98) und viele andere wechselten auf Regenreifen oder Straßenreifen. Nur Jörg Weber (Start-Nr. 68) blieb auf Slicks, denn die Anzeichen der Natur verrieten ein besseres Abschneiden mit Slicks als mit Regenreifen. Und so startete das Feld in seine erste Runde und den anderen wurde schnell klar, dass die Slicks eine bessere Wahl gewesen wären. Eine Runde später stand auch schon Markus in der Box zum Wechseln. Peter Heckmann blieb weiterhin auf Straßenreifen auf der Piste, bis er nach Ende der vierten Runde in die Box kam. Was war passiert? Öl, der Wagen verliert Öl! Ein Riss in der Ölwanne ließ alle Hoffnungen für eine optimale Platzierung dahin laufen....
Besser lief es dagegen bei Jörg Weber, der eine schnelle Runde nach der anderen hinlegte und mit der Wahl der Slicks goldrichtig lag. Platz eins in der Klasse war zum Greifen nah. Hinzu kam, dass der Boxenstopp problemlos über die Bühne ging und die Hankook-Slicks mit der halbtrockenen Strecke bestens zurecht kamen. Nach Ende der elften Runde eine Schrecksekunde: Jörg Weber schoss mit seinen RS 2000 ein wenig über Start und Ziel hinaus und fuhr komplett über die Auslaufzone. Den Fuß aber immer fest auf dem Gas. Leider konnten wir seinen Gesichtsausdruck bei diesem Ausflug nicht auf Bildern festhalten, aber er war genauso überrascht über seine Linienführung wie der Rest des Teams.

Als nächstes war noch die Frage offen, wie gut trifft er die Setzzeit. Gespannt schaute man auf die Uhren. Aber Jörg kam nicht um die Kurve. Fragend schaute man sich an. Was ist passiert? Dann die Meldung. Jörg ist ausgefallen. Beim Nachfragen bei der Rennleitung wurde diese Aussage korrigiert. Jörg fährt wieder. Ankunft in der Box. Die Bremsscheiben glühten bzw. fingen leicht Feuer. Es stellte sich heraus, dass der Gaszug gerissen war und Jörg mit einem Stück Holz den Weg zurück in die Box fand. Schnell wurde der Gaszug provisorisch repariert und Jörg Weber fuhr dann wieder auf die Strecke, um das Rennen zu beenden. Durch die zu heiß gewordenen Bremsscheiben kochte die Bremsflüssigkeit und beim Anbremsen der ersten Kurve war kein Bremsdruck vorhanden - dies legte sich dann nach einer Runde und Jörg Weber konnte noch den zwölften Platz von 21 gestarteten Fahrzeugen in der Klasse belegen. Jörg Weber sichtlich erleichtert nach dem Rennen: „Ich bin froh ein so gutes Team zu haben, alle haben Eins-A gearbeitet. Ohne die ganze Truppe wäre eine Weiterfahrt nicht möglich gewesen! Ich möchte mich bei meinem Team für die hervorragende Arbeit am Wochenende und bei meinen Sponsoren Castrol und AVIS Autovermietung Willi Weber für die hervorragende Unterstützung bedanken.“ Schumacher/Egert beendeten das Rennen ohne weitere Probleme. Die endgültige Platzierung (derzeit gewertet in Gruppe A/24 Stunden-Spezial bis 2000 ccm) steht derzeit noch aus, da Schumacher vor Beginn der Veranstaltung einen Klassenwechsel absolvierte und diese noch nicht von der Rennleitung berücksichtigt wurde. Mehr hierzu auf www.sms-motorsport.de


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